Wilhelm Kleinöder
Druidenhain
Der Druidenhain ist ein etwa einen Hektar großes Waldstück in der Fränkischen Schweiz, das von eindrucksvollen Felsformationen geprägt ist. Die Felsblöcke, die zwei bis fünf Meter hoch sind, sind in nordwest-südöstlicher Richtung angeordnet. Der Name "Druidenhain" stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und weckt Assoziationen an eine keltische Kultstätte, obwohl es keine wissenschaftlichen Belege für eine solche Nutzung gibt. Möglicherweise ist der Name eine romantische Erfindung. Einige Experten vermuten, dass der Druidenhain ein eingestürztes Höhlensystem oder ein alter Steinbruch ist. In einer Erzählung wird er mit dem Raubritter Eppelein von Gailingen und angeblichen Hexenritualen in Verbindung gebracht, aber dies ist historisch unbestätigt.
Für uns Fotografen ist der Druidenhain zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ziel. Diese kleine Serie entstand im Mai 2019, noch vor der Corona-Pandemie. Das Thema hat mich auch zu Hause zum Experimentieren angeregt. Vermutlich liegt es an dem mysteriös anmutenden Namen, der mich zu diesen Verfremdungen inspiriert hat.